Rauchmelder: Funktionsweise eines Rauchwarnmelders und deren Überprüfung

Ein Rauchmelder kann Leben retten. Doch wie macht er das, wie funktioniert der Rauchwarnmelder? Und wie kann man einen Rauchmelder auf seine Funktionalität hin prüfen? Diese und weitere Fragen sollen in diesem Ratgeber beantwortet werden. Denn Rauch- oder auch Brandmelder sind in vielen Bundesländern in Deutschland Pflicht. Meist werden die Mieter oder selbstwohnenden Hausbesitzer in die Umsetzung dieser Rauchmelderpflicht mit einbezogen. Deshalb sollte jeder wissen, wie ein Rauchmelder funktioniert und wie man ihn überprüft.

Rauchmelder: Installation und Prüfung der Rauchwarnmelder

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In jedem Haushalt sollte es mindestens ein solches Gerät geben. Anzubringen ist es meist in Wohn- und Schlafräumen sowie in Fluren, die als Fluchtwege dienen. Zu den einzelnen Gesetzen und Regelungen in den jeweiligen Bundesländern in Deutschland können Sie sich hier belesen. Die Installation in den benannten bzw. geforderten Räumen findet nach Anleitung an der Decke des Raumes statt. Das Gute dabei: Schrauben und anderes Material zur Befestigung von Rauchmelder und Halterung sind meist im Lieferumfang des Geräts enthalten. Das Gleiche gilt für die Batterie. Die meisten Rauchmelder haben bereits fest eingebaute Batterien.

Die erste Prüfung des Rauchmelders sollte im Grunde schon nach der Installation stattfinden. Dazu bringen Rauchmelder häufig eine entsprechende Taste mit. Oft handelt es sich auch um eine kombinierte Taste für die Prüfung des Alarms sowie für dessen Deaktivierung (bei Falschalarm oder einem Test mit Prüfspray). Ist der Rauchmelder schon einige Zeit installiert, dann sollte nicht nur mit der Taste, sondern auch mit einem Rauchmelder Prüfspray ein Funktionstest vollführt werden. Warum ein solcher Spray funktioniert, wie also ein Rauchmelder arbeitet, das soll folgend dargelegt werden.

So funktioniert ein Rauchmelder: Funktionsweise des Rauchwarnmelders

Es gibt drei verschiedene Arten von Rauchmeldern: Foto-Optische Rauchmelder, Thermo-Optische Rauchmelder und Ionisationsrauchmelder. Die am häufigsten verbaute Art ist der Foto-Optische Rauchwarnmelder. Dieser funktioniert vermittels einer Rauchkammer, in der eine LED leuchtet. Ebenfalls in der Rauchkammer befindet sich eine lichtempfindliche Zelle, die allerdings im Regelfall von der LED abgeschirmt ist – durch Trennwände und / oder Verwinkelungen. Tritt nun aber Rauch in die Kammer ein, wird das Licht gestreut und kommt in Bereiche, die es zuvor nicht erreicht hat – so auch zur lichtempfindlichen Zelle. Diese löst dann den Alarm aus.

Hier gibt es ein erklärendes Video zu dieser Funktionsweise (kein Audio):

Und hier noch ein Video, das den Foto-Optischen Rauchmelder für Kinder erklärt (Sendung mit der Maus von 2003):

Thermo-Optische Rauchwarnmelder funktionieren ebenso wie die oben beschriebene Art, bringen aber noch einen Hitzesensor mit. Dieser reagiert und schlägt Alarm, wenn die Umgebungstemperatur schnell ansteigt oder wenn sie einen bestimmten Wert übersteigt. Theoretisch ergeben sich damit ein doppelter Schutz sowie eine schnellere Reaktion seitens des Geräts, da sich die Brandhitze nebst dem Rauch unter der Decke sammelt.

Ionisationsrauchmelder sind ideal für besonders sensible Haushalte oder Einrichtungen (Chemie-Unternehmen, Lagerhäuser, etc.), denn sie reagieren schon auf die geringste Rauchkonzentration. Im Hausgebrauch, vermehrt bei Rauchern kann es dabei aber schneller zu einem Fehlalarm kommen. Die Funktionsweise ist anders als bei den beiden anderen Arten. Bei einem Ionisationsrauchmelder wird ein elektrischer Strom durch ein radioaktives Element zwischen zwei Metallplatten erzeugt. Dringt zwischen diese Platten Rauch, dann nimmt die erzeugte Strommenge ab; diese Schwankung löst dann den Alarm aus.

Wartung und Test des Rauchmelder-Geräts

Wie lange hält ein Rauchmelder? Wie lange sollte der neu gekaufte Rauchwarnmelder oder Brandmelder funktionieren? Das steht meist auf der Verpackung oder in der Bedienungsanleitung. Die meisten Modelle mit eingebauter Batterie bringen eine vom Hersteller angegebene Mindestlebenszeit von 10 Jahren mit. In diesen 10 Jahren sollte mindestens einmal im Jahr eine Wartung bzw. ein Funktionstest durchgeführt werden. Dazu gibt es, wie oben erwähnt, Prüfsprays, welche die beschriebene Funktionsweise ausnutzen, um einen Alarm auszulösen. Wer für die Überprüfung und Wartung zuständig ist, regelt meist der Mietvertrag.

Fazit zu Funktion und Wartung von Rauchwarnmeldern

Für Rauchwarnmelder bzw. Brandmelder gibt es in Deutschland zum Glück eine Rauchmelderpflicht, die 2016 auch schon so ziemlich überall Gesetz ist. Nun wissen Sie auch, wie ein Rauchmelder funktioniert, wie man ihn prüft und Sie haben Videomaterial, um dieses Wissen auch den Kindern im Haushalt beizubringen. So ist die Vorbereitung auf den Ernstfall oder die Erklärung eines Falschalarms viel leichter.

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